Privater Buchbesitz in Tirol zwischen 1750 und 1850

Eine Pilotstudie zu den Möglichkeiten und Grenzen der systematischen Auswertung von Inventaren am Beispiel der Landgerichte Stubai und Steinach.

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Was las die Tiroler Landbevölkerung um 1800? Ziel des Projekts ist die Erforschung des privaten Buchbesitzes in Tirol in der sogenannten Sattelzeit, dem Zeitraum von 1750 bis 1850. In den Inventaren, die sich in den Aktenbeständen zu den ehemaligen Landgerichten Stubai und Steinach erhalten haben, sollen die verzeichneten Bücher erhoben und so der private Buchbesitz in diesen ländlichen Regionen beschrieben und analysiert werden. Das Projekt ist als Pilotstudie angelegt. Es gilt die Potenziale, aber auch die Grenzen der Auswertung von Inventaren am konkreten Beispiel auszuloten. Basierend auf den in dieser Pilotstudie gewonnenen Erfahrungen sollen in der Folge Methoden und Workflows entwickelt werden, um ein ähnliches, jedoch größer gefasstes Projekt beantragen und realisieren zu können.

Diese Studie betritt wissenschaftliches Neuland, ist die erste dieser Art, nicht nur für das Gebiet des heutigen Österreich, sondern auch für den gesamten katholisch-süddeutschen Raum. Das Projekt kann somit einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Buch- und Lesegeschichte im 18. und 19. Jahrhundert leisten. Darüber hinaus sollen die im Projekt bearbeiteten Inventarbestände über eine Onlinedatenbank der wissenschaftlichen Forschung und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Für Projektleitung, Archivrecherche und Datenerhebung sowie „analoge“ Dissemination zeichnet Michael Span verantwortlich. Die technische Umsetzung der Online-Lösung obliegt Peter Andorfer.

Das Projekt wird vom Tiroler Wissenschaftsfonds (TWF) finanziell unterstützt.